BEGEGNUNGEN

Hermann Nitsch
& Heinz Aschenbrenner

Ausbildung, künstlerischer Austausch und ein eigener Weg in der Malerei.

Heinz Aschenbrenner und Hermann Nitsch im Atelier vor einer großformatigen Arbeit in Schwarz und Weiß.
Heinz Aschenbrenner und Hermann Nitsch im Atelier.

„seine malerei ist befreiung.“

Hermann Nitsch2014 · Auszug
Vollständiger Text · 2014

"ich konnte bewirken, dass heinz aschenbrenner sich vom kunstsammler zum guten maler entwickelte. etwas das eigentlich in allgemeiner hinsicht wünschenswert wäre, leider ereignet sich dies nicht so häufig und in nicht so vollkommener form. was ich an der sensiblen malerei von heinz aschenbrenner so schätze ist, dass er ein zeitloses informell entwickelt. seine malerei ist befreiung. jene befreiung, die auch tizian, rubens, rembrandt, velazquez und die impressionisten eroberten. hier geht es um malerei, die der verdrängung abgerungen ist, die nicht verklemmt, sondern spontan ist. der triumph der abstraktion ereignet sich. heinz aschenbrenner bewährt sich in unserer zeit. er ist ein ästhet, er kann mit der form umgehen, politisierende botschaften werden vermieden, der inhalt "wird beiseite geschoben". die farben offenbaren sich wie blumen und deren gerüche. und alles ist von einer naturkraft getragen."

Begegnungen in Bildern.

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KÜNSTLERISCHER AUSTAUSCH

Ein eigener Weg.

Von der Begegnung zur eigenen Bildsprache

Heinz Aschenbrenner gibt in seiner Vita Ausbildungen bei Hermann Nitsch von 2011 bis 2013 an. Nitsch beschreibt in seinem Text aus Januar 2013, wie er Aschenbrenner zunächst als Kunstsammler kennenlernte und später als Teilnehmer seiner Malkurse in Bad Reichenhall.

Die intensive Beschäftigung mit dem Wiener Aktionismus war ein Ausgangspunkt für Aschenbrenners Malerei. In seinem Text von 2012 beschreibt er eine gestische Ausdrucksform, die aus Bewegung entsteht und zugleich auf einer zuvor entwickelten Bildvorstellung beruht. Er nennt dieses Zusammenspiel „kontrollierten Zufall“.

Gestik und Eigenständigkeit

Die Bewegung bleibt für seine Arbeit entscheidend. Form, Farbe und spontane Geste werden zu einer eigenen Bildsprache. Die Texte von AIC Gallery und LDX Artodrome aus 2013 betrachten besonders das Verhältnis von Zufall, Kontrolle und malerischer Dynamik.